Mit der Berufung der „Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung“ sollen Grundlagen für eine erneute, von Vielen als dringend notwendig erachtete, Krankenhausstrukturreform auf den Weg gebracht werden. Eine Operation am offenen Herzen unseres Gesundheitssystems, das sich seit mehr als zwei Jahren im ständigen Krisenmodus befindet.

Gesundheitsdaten sind ein wichtiges Gut, das es zu schützen gilt. Doch Schutz allein reicht nicht, wir müssen die sensiblen Daten auch sinnvoll anwenden, damit sie zum Nutzen der Menschen sind. Nur, wie geht das genau? Wie kann es gelingen, die privaten Informationen zu achten, und sie gleichzeitig der medizinischen und pharmazeutischen Forschung zugänglich zu machen? Braucht es dafür eine extra Einwilligung der Patientinnen und Patienten - auch wenn Pharmaunternehmen die Daten anonymisiert verwenden wollen? Und wie lassen sich die Infos überhaupt gewinnen? Gerade in Deutschland behalten die Menschen ihre persönlichen Daten am liebsten für sich - dass wichtige Forschung damit betrieben werden könnte, rückt oftmals erst ins Bewusstsein, wenn die eigene Gesundheit auf dem Spiel steht. Ein unlösbares Dilemma für ein künftiges Gesundheitsdatennutzungsgesetz in Deutschland? Nicht unbedingt, wie andere Länder Europas wie zum Beispiel Dänemark vormachen.

Dass sich in der Pflege radikal etwas ändern muss, hat die Corona-Pandemie eindrücklich ins Bewusstsein gerückt. Mittlerweile sind die Kameras aber aus. Was hat sich verändert? Wie sehen die Lösungen aus, um die Pflege in Kliniken, Reha-Einrichtungen, ambulanten Diensten sowie in den Alten- und Pflegeheimen besser zu gestalten? Wie kann es gelingen, Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt würdevoll zu versorgen? Fakt ist: Allein in der Altenpflege scheiden aufgrund des demografischen Wandels bis 2026 etwa 15.900 Fachkräfte aus, wie das aktuelle Fachkräftemonitoring des Bundesarbeitsministeriums zeigt. Insgesamt liege der Bedarf bei 77.200 Stellen.

Dass unser Gesundheitssystem kränkelt, ist kein Geheimnis: Fachkräftemangel, Defizite in den Krankenhausstrukturen und eine wackelige GKV-Finanzierung scheinen sich bis zur Chronifizierung ausgebreitet zu haben. Sicher, die ein oder andere Wunde wird gelegentlich versorgt, aber solange die Wurzel des Übels nicht erkannt und behandelt wird, kann Besserung oder sogar Heilung kaum eintreten. Was ist also zu tun, um die Probleme unseres Gesundheitssystems nicht wie gehabt in die Zukunft zu verlagern? Wie schaffen wir es, jetzt ins Tun zu kommen, um die wichtigsten Themen mutig anzugehen?

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Motto: Mehr wagen statt klagen - Die unterschätzen Möglichkeiten im Gesundheitswesen

Die rund 150 Referenten und Referentinnen, die zu den Vordenkern im Bereich der Gesundheitsversorgung gehören, werden die Zuhörer und Zuhörerinnen auch im Oktober zu heißen Debatten anregen.

„Mehr wagen statt klagen – Die unterschätzen Möglichkeiten im Gesundheitswesen“, - so lautet das Motto des 21. Europäischen Gesundheitskongresses München, Leitkongress für den Austausch zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Nach zwei Tagen intensiver gesundheitspolitischer Diskussionen ist heute der Europäische Gesundheitskongress München zu Ende gegangen. Das Kongressprogramm stand unter dem Motto „Der Beginn einer neuen Ära im Gesundheitswesen: robust, digital, patientendemokratisch“. Ob Krankenhausstrukturen, Digitalisierung oder Pflege: Über alle Themen hinweg wurden grundlegende Reformen gefordert. Ein „Weiter so“ ist keine Option mehr. Von der nächsten Regierung wurde mehr Mut zu großen Reformen gefordert.

Am kommenden Donnerstag startet der 20. Europäische Gesundheitskongress München. Und es wird spannend. Nur wenige Tage nach der Bundestagswahl ist der Kongress die erste Gelegenheit, die Ergebnisse der Wahl zu analysieren und einzuordnen. Top-Akteure der Branche diskutieren, was die neuen politischen Verhältnisse für das Gesundheitswesen bedeuten und wie sich etwaige Regierungskonstellationen auf die dringendsten Vorhaben auswirken könnten.

Die Kliniklandschaft steht vor einer grundlegenden Transformation. Die anstehenden Veränderungen können nur dann gelingen, wenn Vertrauen zwischen den Akteuren aufgebaut wurde. Denn gerade in der Gesundheitsversorgung ist das Vertrauen in mannigfaltiger Hinsicht unverzichtbar.

Es ist Zeit. Zeit, groß zu denken und mutig zu handeln. Zeit für grundlegende Reformen und einen echten Wandel. Wir müssen endlich aufhören, uns selbstzufrieden zurückzulehnen, wenn wir einen Schritt vorangekommen sind, sondern immer weiter machen und versuchen über uns hinauszuwachsen, Ziele zu erreichen, die vorher nur schwer erreichbar schienen.

Deutschland ist vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Möglich war das Dank eines heroischen Kraftaktes seitens der Beschäftigten im Gesundheitswesen und des Einsatzes von enormen finanziellen Ressourcen. Es ist aber auch deutlich geworden: Das kann keine Dauerlösung sein. Jahrzehnte bekannte Schwachstellen im Gesundheitswesen sind deutlich wie nie zuvor zu Tage getreten.

Deutschland ist vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Möglich war das Dank eines heroischen Kraftaktes seitens der Beschäftigten im Gesundheitswesen und des Einsatzes von enormen finanziellen Ressourcen. Es ist aber auch deutlich geworden: Das kann keine Dauerlösung sein. Jahrzehnte bekannte Schwachstellen im Gesundheitswesen sind deutlich wie nie zuvor zu Tage getreten.

Ein unglaublicher Zufall bescherte der DAK Gesundheit hochinteressante Daten zum Thema Homeoffice: Eine Untersuchung der Krankenkasse dazu war im vergangenen Dezember und Anfang Januar – also vor der Pandemie –durchgeführt worden. Die Studienautoren hoben sich die Daten auf und machten Ende April und Anfang Mai dieses Jahres die gleiche Befragung erneut. Die Analyse ist nun, so die DAK, „die einzige Vorher-Nachher-Messung zu Digitalisierung und Homeoffice“.

„Ich finde es unglaublich schön zu sehen, wie viele junge, talentierte, gut ausgebildete Menschen für ein gemeinsames Ziel brennen, nämlich für eine bessere Medizin mit digitalen Tools“, sagt Jörg Debatin, Chef des vom Bundesgesundheitsministerium ins Leben gerufenen Think Tanks für digitale Gesundheitslösungen namens Health Innovation Hub.

„Noch ist Zeit, aus unseren Fehlern zu lernen und unser Gesundheitssystem besser und krisentauglicher zu machen“, sagt Klaus Holetschek, der neue Staatssekretär des Bayerischen Gesundheitsministeriums, und fügt hinzu: „Auf die lange Bank sollten wir das nicht schieben. Denn das nächste Virus kommt bestimmt.“

In Dänemark läuft es so ganz anders als bei uns: Dort gibt es bald nur noch halb so viele Kliniken wie noch 2010 – und das in breitem gesellschaftlichen Konsens. Überall dort, wo die Nachbarn im Norden derzeit eine der 21 geplanten zentralen Großkliniken bauen, fallen in der Umgebung teilweise bis zu vier oder fünf kleine Krankenhäuser weg.

„Digitalisierung gibt uns die Chance, die Medizin der Zukunft zu gestalten“, sagt Dr. Gottfried Ludewig, Abteilungsleiter Digitalisierung und Innovation im Bundesgesundheitsministerium. „Wir verstehen immer besser, welche Therapie zu wem passt. Wir erkennen genauer, wann ein Arztbesuch notwendig ist oder ob die Medikamentendosierung bei chronischen Krankheiten angepasst werden muss.“

Das Fax, als meist genutztes Gerät in deutschen Arztpraxen, geht bald in seinen wohlverdienten Ruhestand. Denn die deutschen Arztpraxen sind - beschleunigt durch die Krise und den konstanten Mangel an MFAs - massiv im Umbruch: Die Digitalisierung erreicht die Niedergelassenen von allen Seiten.

Viele Jahre war gar nichts passiert: Seit 2012 ermöglichte ein Gesetz, dass Pflegefachkräfte, soweit sie dafür ausgebildet sind, bestimmte Tätigkeiten übernehmen, die bis dato Ärzten vorbehalten waren – zunächst im Rahmen von Modelprojekten. Doch niemand stellte in den folgenden sieben Jahren einen Antrag für ein solches Projekt der Heilkundeübertragung.

„Wir bemühen uns in Bayern um eine andere Kultur“, sagt Dr. Wolfgang Neber und fügt hinzu: „Wir wünschen uns einen Dialog mit den Leistungserbringern!“. Neber ist beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Bayern für ein konfliktbelastetes Aufgabegebiet verantwortlich: die Krankenhausabrechnungsprüfung.

Selten war das deutsche Gesundheitswesen so geeint wie in der Pandemie: Die niedergelassenen Ärzte hielten den Krankenhäusern mit ambulanter Behandlung der meisten Covid-Patienten den Rücken frei. Die Rehakliniken reservieren Betten als Backup für Akut-Krankenhäuser.

Beste Freunde waren Gesundheitspolitik und Rehabilitation nie, heißt es. Doch seit Beginn der Coronapandemie kühlt das Verhältnis weiter ab.

Ende April, als über 2.000 Covid-19-Patienten in deutschen Kliniken beatmet werden mussten, schien die Versorgung mit dafür notwendigen Medikamenten kurz vor dem Zusammenbruch. Das Narkosemittel Propofol war knapp und das Kreislaufmittel Arterenol ebenso.

Diesmal ist alles anders beim Europäischen Gesundheitskongress München: Das üblicherweise von über 1.000 Entscheidern aus Gesundheitspolitik und –wirtschaft besuchte Event wird Ende Oktober erstmals als kostenlose Digitalveranstaltung ausgerichtet.

"Mut zur Zukunft" - so lautet das Motto des 19. Europäischen Gesundheitskongresses München.

München, 27. September 2019 – Hochrangige Fachleute haben auf dem Europäischen Gesundheitskongress München kritisiert, dass die Strukturen des deutschen Gesundheitswesens Innovationen behindern.

München, 26. September 2019 – Der Chefstratege für Digitalisierung des Bundesgesundheitsministeriums, Gottfried Ludewig, hat in einem eindringlichen Appell zu einer beschleunigten Nutzung digitaler Technologien im deutschen Gesundheitswesen aufgerufen.

Der Europäische Gesundheitskongress München, der am 26. und 27. September stattfindet, wird zu einem Treff der Vordenker moderner Gesundheitssysteme.

Seit 2003 wird bereits der Wettbewerb um „Deutschlands Beste Klinik-Website“ ausgerufen, für den sich in den letzten Jahren bis zu 300 Krankenhäuser bewarben. Der Award wird von einem großen Arzneimittelhersteller gesponsert. Das Deutsche Herzzentrum Berlin hat den Preis schon ebenso gewonnen wie das Rotkreuzklinikum München.

Seit Jahrzehnten bereits gibt es große Fortschritte in der Onkologie. Menschen, die heutzutage in Deutschland an Krebs sterben, werden im Schnitt vier Jahre älter als noch 1980, nämlich 74 Jahre. An einigen Krebsarten sterben kaum noch Patienten: So lag Anfang dieses Jahrzehnts die Überlebensrate nach fünf Jahren für Hodenkrebs bei 96, für Melanome und Prostatakrebs bei 93 sowie für Brustkrebs bei 88 Prozent.

Sie gelten als ein Rettungsanker gegen den Kollaps in der Pflege: Die Zahl ausländischer Pflegefachkräfte in Deutschland hat sich binnen fünf Jahren fast versechsfacht. Waren es 2012 noch 1.500 Pflegefachkräfte mit einem ausländischen Abschluss, wurden 2017 schon 8.800 solcher Mitarbeiter gezählt. Die Konzertierte Aktion Pflege will diese Entwicklung jedoch noch beschleunigen. Denn Experten rechnen damit, dass bis 2025 rund 150.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden.

In vier Wochen wird München für zwei Tage zum Mittelpunkt der Gesundheitspolitik Bayerns, der Bundesrepublik und des deutschsprachigen Europas. Der Europäische Gesundheitskongress diskutiert – zum Teil äußerst kontroverse – Themen des Gesundheitswesens:

Im Jahr 2005 bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die seinerzeit neu geplante elektronische Gesundheitskarte als „Leuchtturmprojekt“, das der Welt beweisen werde, „auf welchen Gebieten wir vorn sind“.

Ein typischer Fall im deutschen Krankenhaussektor: Die Klinikum Gütersloh gGmbH arbeitet defizitär. Während das Minus in 2017 noch bei 170.000 Euro lag, betrug es im vergangenen Jahr schon satte 1,63 Millionen Euro. Weil kleinere Kliniken es schwerer haben, liegt ein Zusammenschluss der beiden Gütersloher Akut-Krankenhäuser, des Klinikums Gütersloh und des St.-Elisabeth-Hospitals, nahe. Dadurch sollen Synergieeffekte genutzt werden – auch bei Mindestmengen.

Bad Neustadt an der Saale liegt in einer strukturschwachen Region Frankens an der Grenze zu Thüringen und hat gerade einmal gut 15.000 Einwohner. Für sein Kreiskrankenhaus mit 200 Betten gab es nach der Jahrtausendwende kaum noch eine Perspektive: Zwei andere, noch kleinere Krankenhäuser waren bereits geschlossen worden. Und auch das verbliebene Haus arbeitete defizitär, der Landkreis musste zuschließen.

Der Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen ist hart: Innerhalb von gut zwei Jahrzehnten verschwanden rund 800 von ihnen vom Markt, heute existieren gerade noch 109. In den nächsten Jahren könnte diese Situation sich jedoch noch verschärfen, denn digitale Revolution und demografische Entwicklung dürften neben dem Preis- auch einen Qualitätswettbewerb auslösen. Die Mega-Trends sind bereits erkennbar.

In einem Berliner Krankenhaus erschießt ein 72-jähriger Patient seinen behandelnden Arzt. In Bremen kommt es vor einer Notaufnahme zu einer Massenschlägerei. Eine Nürnberger Klinik beklagt, es komme immer wieder zu körperlichen Attacken.

Im Jahr 2017 hat die Deutsche Rentenversicherung Bund 165.638 Menschen eine Erwerbsminderungsrente zuerkannt. Aber rund die Hälfte der Betroffenen hat in den letzten fünf Jahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung keinerlei Rehabilitationsleistungen von der Rentenversicherung erhalten.

Nur nach Zahlen vorzugehen und jedes x-te Krankenhaus zu streichen, halte sie nicht für sinnvoll, kritisierte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml Anfang dieser Woche ein im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstelltes Gutachten, das eine starke Reduzierung der Zahl deutscher Krankenhäuser empfiehlt.

Was, wenn das Kartellamt Kliniken eine sinnvolle Fusion verbietet? Wie sieht das Landkrankenhaus der Zukunft aus? Wodurch wird ein Krankenhaus zum Top-Arbeitgeber? Was macht exzellentes Klinik-Marketing aus? Konzepte für das Krankenhaus-Management sind ein Schwerpunkt beim Europäischen Gesundheitskongress am 26. und 27. September in München.

Junge Menschen haben neue berufliche Wertvorstellungen - sie wünschen sich Anerkennung für ihre Arbeit, eine gute Work-Life-Balance udn ein Arbeitsumfeld, in dem sie sich wohlfühlen.

Alle reden von Künstlicher Intelligenz, besonders im Gesundheitswesen – auch auf dem Europäischen Gesundheitskongress München wird die KI ganz heiß gehandelt. Wo wird sie Einzug halten? Wen wird sie ersetzen? Wird sie uns bevormunden? Kann sie Menschen gefährlich werden?

In keiner Branche sind die Berufe so angesehen wie im Gesundheitswesen. Tausende junge Menschen beginnen jedes Jahr voller Begeisterung als Arzt, in der Pflege, in der Physiotherapie oder einem anderen medizinisch-technischen Beruf. Aber im Laufe der Zeit verblasst der Reiz.

Ziel der Regierungspolitik bezüglich der Digitalisierung des Gesundheitswesen ist es, wirkungsvolle Vorgaben zur Schaffung klarer Standards für den automatisierten Datenaustausch zwischen den Datenbanken in der Gesundheitswirtschaft zu machen.

Die Große Koalition werde mit dem zweiten geplanten eHealth-Gesetz sicherstellen, dass die verschiedenen Systeme elektronischer Patientenakten miteinander kompatibel sein, so dass Patienten auch zukünftig problemlos die Kassen wechseln und dabei ihre Gesundheitsdaten mitnehmen können.

Am kommenden Donnerstag beginnt in München der zweitätige Europäische Gesundheitskongress. Zu dem zweitägigen Kongress werden rund 1.200 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum erwartet – aus dem Krankenhaussektor, den Reha-Einrichtungen, der Ärzteschaft, der Pflege, den Krankenversicherungen sowie der Gesundheitspolitik. In 33 hochkarätig besetzten Kongress-Sessions diskutieren 150 Referenten zukunftsrelevante Fragen der Gesundheitspolitik.

Die Krankenkassen haben von der langsamen Umsetzung der elektronischen Patientenakte genug. Nachdem die „Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte“, kurz: Gematik, seit dem Jahr 2005 vergebens an der Vision einer elektronischen Gesundheitskarte gearbeitet, aber gleichwohl rund 1,7 Milliarden Euro dafür ausgegeben hat, befinden sich nun gleich drei Systeme elektronischer Patientenakten (ePA) in der Einführungsphase.

Es ist eines der größten Projekte im deutschen Gesundheitswesen: Insgesamt wird in den kommenden Jahren rund eine dreiviertel Milliarde Euro in die Neuausrichtung des Städtischen Klinikums München investiert.

Im April hat der Gemeinsame Bundesausschuss tiefgreifende Beschlüsse zur Neuorganisation der Notfallversorgung gefasst: 628 Kliniken, mehr als ein Drittel aller deutschen Krankenhäuser, sollen kein Geld mehr für die Bereitstellung von Versorgungskapazitäten von Notfallpatienten erhalten.

Für die medizinische Rehabilitation stellt die digitale Revolution eine besondere Herausforderung dar, denn die Vergütungssituation erlaubt nur begrenzte Investitionen. Die Reha droht daher von großen Innovationen abgekoppelt zu werden. Kann der milliardenschwere Innovationsfonds der Reha überhaupt helfen? Oder sind andere Maßnahmen nötig? Dies wird Thema beim Europäischen Gesundheitskongress in München – mit einem hochkarätig besetzten Podium

Ein „Zauberwort“ ginge um in der Pflege schreibt kürzlich ein wichtiges deutsches Fachmedium: „Buurtzorg“. Das sei nicht nur eine niederländisches Erfolgsmodell für die häusliche Versorgung Pflegebedürftiger, es sei noch viel mehr: nämlich ein Wunschtraum für Pflegekräfte hierzulande. Denn die Arbeitsbedingungen seien völlig andere

Noch ist nicht klar, wie das vom Gesetzgeber beschlossene Arztinformationssystem genau funktionieren soll. Doch feststeht: Wenn der Arzt mit seiner Praxissoftware ein Medikament für den Patienten auswählt, soll er künftig auch jene Informationen sehen, die bei der frühen Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses erstellt worden sind.

Acht Wochen vor dem Europäischen Gesundheitskongress München 2018 steht das Programm endgültig fest - wir senden es Ihnen heute gerne zu. 

Hier nun das brandaktuelle Zwischenprogramm des Europäischen Gesundheitskongress München 2018. Hierzu laden wir über 150 Referentinnen und Referenten ein. Sie gehören zu den Vordenkern im Gesundheitswesen, die Lösungen für die zukünftigen, aber auch für die gegenwärtigen Herausforderungen der Krankenhäuser, der Reha-Kliniken sowie für den niedergelassenen Bereich vorstellen. Ein besonderer Fokus gilt dem Thema Personalnotstand. Pflegethemen werden zum zweitägigen „Europäischen Pflegeforum“ ausgebaut. Außerdem stehen die digitale Umgestaltung der Krankenversicherungen sowie die Weiterentwicklung des Arzneimittelbereichs auf dem Themenplan.

Die Kollegen sind fast alle im Urlaub, aber Sie sitzen im Büro? Vielleicht haben Sie Lust, über einen Kongressbesuch im Herbst nachzudenken?

Der Pflegenotstand ist zu einem dominierenden Thema der deutschen Gesundheitspolitik geworden. Denn Patienten und Pflegekräfte leiden. Der Krankenstand in der Pflege liegt um rund 30 Prozent höher als in anderen Branchen. Viele Pfleger und Pflegerinnen scheiden zudem vorzeitig aus ihrem Beruf aus und verschärfen damit den Pflegemangel in Krankenhäusern, Altenheimen und Reha-Einrichtungen noch. Für den einzelnen Patienten ist kaum noch Zeit. Operationen müssen immer häufiger abgesagt werden. Ganze Klinikabteilungen müssen schließen.

Wie wird die Reform des umstrittenen morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs aussehen, die im kommenden Jahr ansteht? Das wird Thema beim Europäischen Gesundheitskongress München im Oktober sein.

Zwischen der EU-Kommission und dem mächtigen deutschen GKV-Spitzenverband und damit den Krankenkassen schwelt ein Konflikt, der gravierende Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme in der gesamten EU haben könnte.

Das Universitätsklinikum Aarhus ist die erste von insgesamt 18 geplanten Superkliniken in Dänemark. Diese sollen als Zentren der Maximalversorgung jedem Dänen Spitzenmedizin zugänglich machen. Allerdings um den Preis, dass kleinere Kliniken ihre Angebote reduzieren oder sogar geschlossen werden. Die Uniklinik Aarhus ist der derzeit größte Krankenhausbau in Nordeuropa: Die bestehenden 159.000 Quadratmeter werden modernisiert und 216.000 kommen als Neubauten hinzu. 2019 sollen dann auf einer Gesamtfläche, die über 60 Fußballfeldern entspricht, mehr als 10.000 Mitarbeiter für jährlich rund eine Million ambulant oder stationär zu behandelnde Patienten da sein. 

Pflegefachkräfte gehen in den vergangenen Jahren in Dutzenden deutschen Städten auf die Straße – aber nicht für mehr Geld, sondern für mehr Personal. Der Deutsche Ethikrat stellt sich auf die Seite der Protestierer. Die Bundesregierung verspricht im Koalitionsvertrag 8.000 neue Stellen - und erntet in Sozialen Netzwerken einen Shitstorm, weil nach Expertenschätzungen viel mehr, nämlich bereits 100.000 Pflegestellen fehlen. Und auch, weil Fehlanreize, vor allem in den Fallpauschalen, seit 1995 zum Abbau von 25.000 Stellen geführt haben, aber der Staat nicht gegensteuerte. 

Dreizehn deutsche Krankenhäuser dürfen stolz auf ihre Digitalisierungsstrategie sein: Sie wurden im März als „Digital Champions“ ausgezeichnet. Aus den 10.000 größten deutschen Unternehmen in über 70 Branchen hatte das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) zusammen mit dem Magazin „Focus“ jene Vorreiter ausgewählt, die nach etwa 30 einzelnen Aspekten mit der Digitalisierung am weitesten vorangekommen sind. Bewertet wurden dabei etwa die Zahl der IT-Fachkräfte, die Investitionen in Digitalisierung, die Steuerung von Prozessen mittels datengestützter Algorithmen und Software und die Nutzung von Netzwerken zum Technologie- oder Wissensaustausch.