Der Europäische Gesundheitskongress München, der am 26. und 27. September stattfindet, wird zu einem Treff der Vordenker moderner Gesundheitssysteme.

Seit 2003 wird bereits der Wettbewerb um „Deutschlands Beste Klinik-Website“ ausgerufen, für den sich in den letzten Jahren bis zu 300 Krankenhäuser bewarben. Der Award wird von einem großen Arzneimittelhersteller gesponsert. Das Deutsche Herzzentrum Berlin hat den Preis schon ebenso gewonnen wie das Rotkreuzklinikum München.

Seit Jahrzehnten bereits gibt es große Fortschritte in der Onkologie. Menschen, die heutzutage in Deutschland an Krebs sterben, werden im Schnitt vier Jahre älter als noch 1980, nämlich 74 Jahre. An einigen Krebsarten sterben kaum noch Patienten: So lag Anfang dieses Jahrzehnts die Überlebensrate nach fünf Jahren für Hodenkrebs bei 96, für Melanome und Prostatakrebs bei 93 sowie für Brustkrebs bei 88 Prozent.

Sie gelten als ein Rettungsanker gegen den Kollaps in der Pflege: Die Zahl ausländischer Pflegefachkräfte in Deutschland hat sich binnen fünf Jahren fast versechsfacht. Waren es 2012 noch 1.500 Pflegefachkräfte mit einem ausländischen Abschluss, wurden 2017 schon 8.800 solcher Mitarbeiter gezählt. Die Konzertierte Aktion Pflege will diese Entwicklung jedoch noch beschleunigen. Denn Experten rechnen damit, dass bis 2025 rund 150.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden.

In vier Wochen wird München für zwei Tage zum Mittelpunkt der Gesundheitspolitik Bayerns, der Bundesrepublik und des deutschsprachigen Europas. Der Europäische Gesundheitskongress diskutiert – zum Teil äußerst kontroverse – Themen des Gesundheitswesens:

Im Jahr 2005 bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die seinerzeit neu geplante elektronische Gesundheitskarte als „Leuchtturmprojekt“, das der Welt beweisen werde, „auf welchen Gebieten wir vorn sind“.

Ein typischer Fall im deutschen Krankenhaussektor: Die Klinikum Gütersloh gGmbH arbeitet defizitär. Während das Minus in 2017 noch bei 170.000 Euro lag, betrug es im vergangenen Jahr schon satte 1,63 Millionen Euro. Weil kleinere Kliniken es schwerer haben, liegt ein Zusammenschluss der beiden Gütersloher Akut-Krankenhäuser, des Klinikums Gütersloh und des St.-Elisabeth-Hospitals, nahe. Dadurch sollen Synergieeffekte genutzt werden – auch bei Mindestmengen.

Bad Neustadt an der Saale liegt in einer strukturschwachen Region Frankens an der Grenze zu Thüringen und hat gerade einmal gut 15.000 Einwohner. Für sein Kreiskrankenhaus mit 200 Betten gab es nach der Jahrtausendwende kaum noch eine Perspektive: Zwei andere, noch kleinere Krankenhäuser waren bereits geschlossen worden. Und auch das verbliebene Haus arbeitete defizitär, der Landkreis musste zuschließen.

Der Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen ist hart: Innerhalb von gut zwei Jahrzehnten verschwanden rund 800 von ihnen vom Markt, heute existieren gerade noch 109. In den nächsten Jahren könnte diese Situation sich jedoch noch verschärfen, denn digitale Revolution und demografische Entwicklung dürften neben dem Preis- auch einen Qualitätswettbewerb auslösen. Die Mega-Trends sind bereits erkennbar.

In einem Berliner Krankenhaus erschießt ein 72-jähriger Patient seinen behandelnden Arzt. In Bremen kommt es vor einer Notaufnahme zu einer Massenschlägerei. Eine Nürnberger Klinik beklagt, es komme immer wieder zu körperlichen Attacken.

Im Jahr 2017 hat die Deutsche Rentenversicherung Bund 165.638 Menschen eine Erwerbsminderungsrente zuerkannt. Aber rund die Hälfte der Betroffenen hat in den letzten fünf Jahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung keinerlei Rehabilitationsleistungen von der Rentenversicherung erhalten.

Nur nach Zahlen vorzugehen und jedes x-te Krankenhaus zu streichen, halte sie nicht für sinnvoll, kritisierte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml Anfang dieser Woche ein im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstelltes Gutachten, das eine starke Reduzierung der Zahl deutscher Krankenhäuser empfiehlt.

Was, wenn das Kartellamt Kliniken eine sinnvolle Fusion verbietet? Wie sieht das Landkrankenhaus der Zukunft aus? Wodurch wird ein Krankenhaus zum Top-Arbeitgeber? Was macht exzellentes Klinik-Marketing aus? Konzepte für das Krankenhaus-Management sind ein Schwerpunkt beim Europäischen Gesundheitskongress am 26. und 27. September in München.

Junge Menschen haben neue berufliche Wertvorstellungen - sie wünschen sich Anerkennung für ihre Arbeit, eine gute Work-Life-Balance udn ein Arbeitsumfeld, in dem sie sich wohlfühlen.

Alle reden von Künstlicher Intelligenz, besonders im Gesundheitswesen – auch auf dem Europäischen Gesundheitskongress München wird die KI ganz heiß gehandelt. Wo wird sie Einzug halten? Wen wird sie ersetzen? Wird sie uns bevormunden? Kann sie Menschen gefährlich werden?

In keiner Branche sind die Berufe so angesehen wie im Gesundheitswesen. Tausende junge Menschen beginnen jedes Jahr voller Begeisterung als Arzt, in der Pflege, in der Physiotherapie oder einem anderen medizinisch-technischen Beruf. Aber im Laufe der Zeit verblasst der Reiz.

Ziel der Regierungspolitik bezüglich der Digitalisierung des Gesundheitswesen ist es, wirkungsvolle Vorgaben zur Schaffung klarer Standards für den automatisierten Datenaustausch zwischen den Datenbanken in der Gesundheitswirtschaft zu machen.

Die Große Koalition werde mit dem zweiten geplanten eHealth-Gesetz sicherstellen, dass die verschiedenen Systeme elektronischer Patientenakten miteinander kompatibel sein, so dass Patienten auch zukünftig problemlos die Kassen wechseln und dabei ihre Gesundheitsdaten mitnehmen können.

Am kommenden Donnerstag beginnt in München der zweitätige Europäische Gesundheitskongress. Zu dem zweitägigen Kongress werden rund 1.200 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum erwartet – aus dem Krankenhaussektor, den Reha-Einrichtungen, der Ärzteschaft, der Pflege, den Krankenversicherungen sowie der Gesundheitspolitik. In 33 hochkarätig besetzten Kongress-Sessions diskutieren 150 Referenten zukunftsrelevante Fragen der Gesundheitspolitik.

Die Krankenkassen haben von der langsamen Umsetzung der elektronischen Patientenakte genug. Nachdem die „Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte“, kurz: Gematik, seit dem Jahr 2005 vergebens an der Vision einer elektronischen Gesundheitskarte gearbeitet, aber gleichwohl rund 1,7 Milliarden Euro dafür ausgegeben hat, befinden sich nun gleich drei Systeme elektronischer Patientenakten (ePA) in der Einführungsphase.

Es ist eines der größten Projekte im deutschen Gesundheitswesen: Insgesamt wird in den kommenden Jahren rund eine dreiviertel Milliarde Euro in die Neuausrichtung des Städtischen Klinikums München investiert.

Im April hat der Gemeinsame Bundesausschuss tiefgreifende Beschlüsse zur Neuorganisation der Notfallversorgung gefasst: 628 Kliniken, mehr als ein Drittel aller deutschen Krankenhäuser, sollen kein Geld mehr für die Bereitstellung von Versorgungskapazitäten von Notfallpatienten erhalten.

Für die medizinische Rehabilitation stellt die digitale Revolution eine besondere Herausforderung dar, denn die Vergütungssituation erlaubt nur begrenzte Investitionen. Die Reha droht daher von großen Innovationen abgekoppelt zu werden. Kann der milliardenschwere Innovationsfonds der Reha überhaupt helfen? Oder sind andere Maßnahmen nötig? Dies wird Thema beim Europäischen Gesundheitskongress in München – mit einem hochkarätig besetzten Podium

Ein „Zauberwort“ ginge um in der Pflege schreibt kürzlich ein wichtiges deutsches Fachmedium: „Buurtzorg“. Das sei nicht nur eine niederländisches Erfolgsmodell für die häusliche Versorgung Pflegebedürftiger, es sei noch viel mehr: nämlich ein Wunschtraum für Pflegekräfte hierzulande. Denn die Arbeitsbedingungen seien völlig andere

Noch ist nicht klar, wie das vom Gesetzgeber beschlossene Arztinformationssystem genau funktionieren soll. Doch feststeht: Wenn der Arzt mit seiner Praxissoftware ein Medikament für den Patienten auswählt, soll er künftig auch jene Informationen sehen, die bei der frühen Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses erstellt worden sind.

Acht Wochen vor dem Europäischen Gesundheitskongress München 2018 steht das Programm endgültig fest - wir senden es Ihnen heute gerne zu. 

Hier nun das brandaktuelle Zwischenprogramm des Europäischen Gesundheitskongress München 2018. Hierzu laden wir über 150 Referentinnen und Referenten ein. Sie gehören zu den Vordenkern im Gesundheitswesen, die Lösungen für die zukünftigen, aber auch für die gegenwärtigen Herausforderungen der Krankenhäuser, der Reha-Kliniken sowie für den niedergelassenen Bereich vorstellen. Ein besonderer Fokus gilt dem Thema Personalnotstand. Pflegethemen werden zum zweitägigen „Europäischen Pflegeforum“ ausgebaut. Außerdem stehen die digitale Umgestaltung der Krankenversicherungen sowie die Weiterentwicklung des Arzneimittelbereichs auf dem Themenplan.

Die Kollegen sind fast alle im Urlaub, aber Sie sitzen im Büro? Vielleicht haben Sie Lust, über einen Kongressbesuch im Herbst nachzudenken?

Der Pflegenotstand ist zu einem dominierenden Thema der deutschen Gesundheitspolitik geworden. Denn Patienten und Pflegekräfte leiden. Der Krankenstand in der Pflege liegt um rund 30 Prozent höher als in anderen Branchen. Viele Pfleger und Pflegerinnen scheiden zudem vorzeitig aus ihrem Beruf aus und verschärfen damit den Pflegemangel in Krankenhäusern, Altenheimen und Reha-Einrichtungen noch. Für den einzelnen Patienten ist kaum noch Zeit. Operationen müssen immer häufiger abgesagt werden. Ganze Klinikabteilungen müssen schließen.

Wie wird die Reform des umstrittenen morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs aussehen, die im kommenden Jahr ansteht? Das wird Thema beim Europäischen Gesundheitskongress München im Oktober sein.

Zwischen der EU-Kommission und dem mächtigen deutschen GKV-Spitzenverband und damit den Krankenkassen schwelt ein Konflikt, der gravierende Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme in der gesamten EU haben könnte.

Das Universitätsklinikum Aarhus ist die erste von insgesamt 18 geplanten Superkliniken in Dänemark. Diese sollen als Zentren der Maximalversorgung jedem Dänen Spitzenmedizin zugänglich machen. Allerdings um den Preis, dass kleinere Kliniken ihre Angebote reduzieren oder sogar geschlossen werden. Die Uniklinik Aarhus ist der derzeit größte Krankenhausbau in Nordeuropa: Die bestehenden 159.000 Quadratmeter werden modernisiert und 216.000 kommen als Neubauten hinzu. 2019 sollen dann auf einer Gesamtfläche, die über 60 Fußballfeldern entspricht, mehr als 10.000 Mitarbeiter für jährlich rund eine Million ambulant oder stationär zu behandelnde Patienten da sein. 

Pflegefachkräfte gehen in den vergangenen Jahren in Dutzenden deutschen Städten auf die Straße – aber nicht für mehr Geld, sondern für mehr Personal. Der Deutsche Ethikrat stellt sich auf die Seite der Protestierer. Die Bundesregierung verspricht im Koalitionsvertrag 8.000 neue Stellen - und erntet in Sozialen Netzwerken einen Shitstorm, weil nach Expertenschätzungen viel mehr, nämlich bereits 100.000 Pflegestellen fehlen. Und auch, weil Fehlanreize, vor allem in den Fallpauschalen, seit 1995 zum Abbau von 25.000 Stellen geführt haben, aber der Staat nicht gegensteuerte. 

Dreizehn deutsche Krankenhäuser dürfen stolz auf ihre Digitalisierungsstrategie sein: Sie wurden im März als „Digital Champions“ ausgezeichnet. Aus den 10.000 größten deutschen Unternehmen in über 70 Branchen hatte das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) zusammen mit dem Magazin „Focus“ jene Vorreiter ausgewählt, die nach etwa 30 einzelnen Aspekten mit der Digitalisierung am weitesten vorangekommen sind. Bewertet wurden dabei etwa die Zahl der IT-Fachkräfte, die Investitionen in Digitalisierung, die Steuerung von Prozessen mittels datengestützter Algorithmen und Software und die Nutzung von Netzwerken zum Technologie- oder Wissensaustausch.