Aufbruch im Gesundheitswesen

Sehr geehrte Damen und Herren, 

das Gesundheitswesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird besser bewertet, als das der meisten anderen Länder. Darüber haben wir uns immer gefreut und zugleich auch ein wenig gewundert. Denn diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sehen auch die Versäumnisse, Strukturprobleme und vor allem die zukünftigen Herausforderungen, die uns zum Beispiel mit der Digitalisierung erwarten. Da sind andere Länder, allein schon aus der finanziellen Not heraus, an uns vorbeigezogen. 

Die Gesundheitspolitik hat es nicht leicht mit Änderungen. Ein bekannter Spruch lautet: „Mit Gesundheitspolitik kann man keine Wahlen gewinnen, aber verlieren“. Das Gesundheitswesen galt lange nur als Kostenfaktor, den es zu deckeln galt. Nach Phasen der Marktorientierung und des Wettbewerbs zeigt der Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Union nun einen anderen Geist: Wenn ihr schon alle Probleme zugeschrieben werden, will Politik diese auch korrigieren können. Dazu verschafft man sich, vor allem die Bundesländer, mehr Einfluss. Im Gegenzug soll auch mehr (Steuer-)Geld investiert werden: In Pflegepersonal, in Krankenhäuser, in „Sprechende Medizin“ und in Ausbildung. 

Denn es ist zu spüren: Mehr noch als Wahlergebnisse macht es Sorgen, dass viele Ärzte und Pflegekräfte nicht mehr gerne in ihrem Beruf arbeiten, sich andere Berufe suchen oder ihre Arbeitszeit nur noch teilweise anbieten. Und was wäre, wenn sich die pflegenden Angehörigen weiter zurückziehen würden? Oder die Patienten weiterhin lieber in die Notaufnahme von Krankenhäusern wandern als am Montag in die Sprechstunde?

Gesundheitspolitik war bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin eines der schwierigsten Verhandlungspunkte. Die 7,5 Seiten dazu zeigen, manchmal noch verklausuliert, aber für Insider deutlich:  Es wird gravierende Änderungen geben. Daher haben wir das Motto unseres Kongresses auch: „Aufbruch im Gesundheitswesen“ genannt – Aufbruch im doppelten Sinne…

Zum Europäischen Gesundheitskongress München laden wir über 150 Referentinnen und Referenten ein. Sie gehören zu den Vordenkern im Gesundheitswesen, die Lösungen für die gegenwärtigen und aber die zukünftigen Herausforderungen der Krankenhäuser, der Reha-Kliniken, der niedergelassenen Ärzteschaft und der weiteren Gesundheitswirtschaft anbieten. Auch werden wir die Foren zu Langzeit- und Kurzzeitpflege ausbauen. 

Zusagen aus der Politik haben wir schon von der österreichischen Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein und ihre bayerischen Amtskollegin Melanie Huml. 

2018 wird ein spannendes Jahr für das Gesundheitswesen. Im Oktober können wir schon mit klareren Ausgestaltungen rechnen. Seien Sie dabei, wir freuen uns auf Sie!

Prof. Dr. Günter Neubauer
Prof. Dr. Günter Neubauer

Ihr Prof. Dr. Günter Neubauer
Wissenschaftlicher Leiter
IfG Institut für Gesundheitsökonomik

Claudia Küng
Claudia Küng

Ihre Claudia Küng
Kongressleiterin & Geschäftsführerin
WISO S.E. Consulting GmbH