25 Jahre EGKM – Notfallreform: Wer bekommt die Patienten und wer die Rechnung?
Jahrelang wurde um die Notfallreform gerungen. Jetzt kommt sie. Ende September soll der Bundestag die Reform beschließen. Dann steht fest, mit welchen Vorgaben Krankenhäuser, Vertragsärzte und Rettungsdienste künftig arbeiten müssen. Wie daraus ein tragfähiges Modell für das eigene Haus wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
Die Aufgaben werden neu verteilt. Ob das Geld ihnen folgt, ist längst nicht ausgemacht. KVB-Chef Dr. Christian Pfeiffer warnte bereits vor einem „Verteilungskampf“ zwischen ambulantem und stationärem Bereich, sollte die Finanzierung der neuen Strukturen ungeklärt bleiben: „Die Politik kann nicht ständig neue Aufgaben verteilen, ohne gleichzeitig die Finanzierung verbindlich zu regeln.“
In den kommenden Monaten müssen die Verantwortlichen ganz konkret beantworten, was die neuen Vorgaben für die eigene Einrichtung bedeuten: Was müssen sie verändern? Was kostet sie das? Was macht es mit Auslastung und Erlösen?
Auf dem Europäischen Gesundheitskongress München am 22. und 23. Oktober suchen Kliniken, Kassenärztliche Vereinigungen und Rettungsdienst deshalb gemeinsam nach Lösungen, die unter den neuen Vorgaben auch im Alltag tragen.
In der Session „Innovative transsektorale Notfallmedizin – Inzentivierung / Steuerung / Abweisung“ geht es direkt an die Umsetzung: Was bleibt von den bisherigen Konzepten, welche Spielräume gibt es bei Steuerung und Abweisung – und welche Rolle übernehmen die Bereitschaftspraxen? Der Blick in die Niederlande zeigt zudem, wie andere die sektorübergreifende Notfallversorgung organisieren. Antworten bringen Prof. Rujan Somasundaram von der Charité, Gesundheitsrechtler Prof. Dr. Dr. Christian Dierks, Dr. Yara Basta-Bos von der niederländischen Gesellschaft für Notfallmedizin und KVB-Chef Dr. Christian Pfeiffer mit.
Direkt im Anschluss geht es um die Rolle der Krankenhäuser in der künftigen Notfallversorgung. Was muss ein Notfallkrankenhaus künftig leisten können? Wie sieht die Realität im Rettungsdienst aus? In der Session „Notfallkrankenhaus – Neue Herausforderungen“ diskutieren Prof. Christian Wrede vom Helios Klinikum Berlin-Buch, der bayerische Landesbeauftragte Rettungsdienst Dr. Michael Bayeff-Filloff und Prof. Roland Albrecht von der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega.
Die Notfallreform wird die Spielregeln verändern und keine Einrichtung wird die neuen Strukturen für sich allein organisieren können. Nutzen Sie die zwei Tage in München, um sich mit den Verantwortlichen aus Kliniken, Kassenärztlichen Vereinigungen und Rettungsdienst auszutauschen und Lösungen für die eigene Einrichtung mitzunehmen.
Seien Sie am 22. und 23. Oktober dabei.
Melden Sie sich noch heute an unter: www.gesundheitskongress.de/anmeldung-2026
Wir freuen uns auf Sie!
Ihre Kongressleiterin
Claudia Küng
P.S.: Freuen Sie sich auf intensiven Austausch – vor Ort und über unsere Kongress-App. Neu in diesem Jahr: Lauftreff, Entspannungsübungen, Pre-Event und Stadtführung bieten zusätzliche Gelegenheiten für Begegnung und neue Kontakte.
