Zugang zur Reha: Warum funktioniert Reha vor Rente nicht richtig?

Im Jahr 2017 hat die Deutsche Rentenversicherung Bund 165.638 Menschen eine Erwerbsminderungsrente zuerkannt. Aber rund die Hälfte der Betroffenen hat in den letzten fünf Jahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung keinerlei Rehabilitationsleistungen von der Rentenversicherung erhalten. Dabei ist aktenkundig, dass nach einer Reha 73 Prozent der erwerbstätigen Rehabilitanden mindestens zwei Jahre wieder in ihren Beruf zurückkehren können. Warum wird nicht häufiger versucht, erkrankte Berufstätige vor der Erwerbsminderung zu bewahren?

Es liegt nicht am Geld allein: Die Deutsche Rentenversicherung hat ausgerechnet, dass sich Maßnahmen einer medizinischen Rehabilitation bereits dann wirtschaftlich amortisieren, wenn dadurch eine Erwerbsminderung gerade nur um rund vier Monate hinausgeschoben werden kann.

„Im Moment erreichen wir mit der Reha Menschen mit Bedarf viel zu spät“, kritisiert eine Rentenexpertin des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Aber auch die Arbeitgeber sind unzufrieden: Sie fordern eine bessere Zusammenarbeit von Rentenversicherung, Krankenkassen und Arbeitsagenturen, um chronisch kranke Arbeitnehmer frühzeitiger in eine Reha zu lotsen. Die Opposition wirft der Bundesregierung gar vor, dem Grundsatz „Reha vor Rente“ zu wenig Beachtung zu schenken – nach dem die Rentenversicherung gehalten ist, der Reha grundsätzlich den Vorzug zu geben.

"Rehazugang: Ausreichend niederschwellig & transparent?" lautet deshalb das Thema einer Veranstaltung auf dem Europäischen Gesundheitskongress München, bei der die deutsche Situation auch mit dem Rehabedarf und -zugang in anderen Ländern verglichen wird. Es diskutieren: Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken, Gerd Kukla, Referatsleiter Leistungsrecht/Rehabilitation und Selbsthilfe im GKV-Spitzenverband, Jürgen Ritter, Leiter des Grundsatzreferats für das Recht der Rehabilitation und Teilhabe am Arbeitsleben der Deutsche Rentenversicherung Bund, Dr. Sabine Grotkamp, Leitung der SEG Leistungsbeurteilung/Teilhabe beim MDK Niedersachsen, Dr. Klaus Keller, Abteilungsleiter Rehabilitation der Diakonischen Einrichtung Herzogsägmühle, und Dr. Willy Oggier, Präsident von SW!SS REHA.

Beim Europäischen Gesundheitskongress München am 26. und 27. September 2019 treten rund 150 Referenten auf, die zu den Vordenkern im Bereich der Gesundheitsversorgung gehören. Sie bieten Lösungen für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen, denen sich Krankenhäuser, Reha-Kliniken, niedergelassene Ärzteschaft, Pflege und die gesamte Gesundheitswirtschaft zu stellen haben.

Melden Sie sich am besten gleich an:

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Das Programm finden Sie unter:

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