Neue Therapien, rasante Fortschritte: Ist Krebs in fünfzehn Jahren heilbar?

Seit Jahrzehnten bereits gibt es große Fortschritte in der Onkologie. Menschen, die heutzutage in Deutschland an Krebs sterben, werden im Schnitt vier Jahre älter als noch 1980, nämlich 74 Jahre. An einigen Krebsarten sterben kaum noch Patienten: So lag Anfang dieses Jahrzehnts die Überlebensrate nach fünf Jahren für Hodenkrebs bei 96, für Melanome und Prostatakrebs bei 93 sowie für Brustkrebs bei 88 Prozent.

Bei anderen Krebsarten sind die Prognosen zwar teilweise noch deutlich niedriger. Doch solche Zahlen gelten derzeit immer schneller als überholt. Im vergangenen Jahr lag die Krebssterblichkeit EU-weit verglichen mit 2012 altersbereinigt bei Männern um 10 und bei Frauen um 5 Prozent niedriger. Zwar ist die absolute Zahl der Krebserkrankungen in diesem Zeitraum angestiegen, aber dennoch leben die Patienten länger.

Dass Krebs gerade in den letzten Jahren immer besser behandelbar wird, liegt an großen Fortschritten, welche die Onkologie sich zunutze machen kann: Die Genomik verbunden mit der Analyse großer Datenmengen durch künstliche Intelligenz erkennt immer speziellere Muster für Mechanismen zellulärer Vorgänge, die Ursache für das Wachstum mutierter Zellen sind. Vor allem aber ein neuer Therapieansatz gilt als große Hoffnung: Die Immuntherapie aktiviert mit sehr spezifisch auf den Patienten und sein Genom ausgerichteten Onkologika das natürliche Immunsystem gegen die Krebszellen.

Prof. Dr. Dirk Jäger vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg behandelt mittlerweile bereits bis zu 20 Prozent seiner Patienten mit einer Immuntherapie. „Die Immunonkologie tritt einen regelrechten Siegeszug an“, sagt Jäger und fügt hinzu, dass viele Patienten nach zwölf Jahren noch am Leben seien, die „vor kurzem noch eine Prognose von unter einem Jahr gehabt hätten“. Auch gegen den einstweilen noch fast immer tödlich verlaufenden Pankreaskrebs werde es bald Immuntherapien geben, so der Mediziner.

Die Immuntherapie funktioniert beispielsweise bei einer bestimmten Unterart der akuten Leukämie so gut, dass 50 bis 80 Prozent der Patienten mit einer einzigen Infusion geheilt werden können. Außer in der Immuntherapie gibt es vielversprechende Erfolge auch mit Virotherapie, bei der gentechnisch umprogrammierte Viren Krebszellen zerstören, oder mit der Protonentherapie, bei der die Strahlendosis im Vergleich zu anderen Arten der Strahlentherapie deutlich präziser lokalisiert werden kann.

Das Thema "Gute Aussichten für die nächste Generation - Krebs in 15 Jahren heilbar?" diskutieren auf dem Europäischen Gesundheitskongress München: Prof. Dr. Dirk Jäger, Leiter der Abteilung Medizinische Onkologie des Universitätsklinikums Heidelberg, Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, Dr. Djork-Arné Clevert, Senior Research Scientist der Bayer AG und Dr. Sabine Richard, Geschäftsführerin Versorgung beim AOK-Bundesverband.

Beim Europäischen Gesundheitskongress München am 26. und 27. September 2019 treten rund 150 Referenten auf, die zu den Vordenkern im Bereich der Gesundheitsversorgung gehören. Sie bieten Lösungen für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen, denen sich Krankenhäuser, Reha-Kliniken, niedergelassene Ärzteschaft, Pflege und die gesamte Gesundheitswirtschaft zu stellen haben.

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