Landkrankenhäuser: Welche Strategie führt zur Erhaltung?

Bad Neustadt an der Saale liegt in einer strukturschwachen Region Frankens an der Grenze zu Thüringen und hat gerade einmal gut 15.000 Einwohner. Für sein Kreiskrankenhaus mit 200 Betten gab es nach der Jahrtausendwende kaum noch eine Perspektive: Zwei andere, noch kleinere Krankenhäuser waren bereits geschlossen worden. Und auch das verbliebene Haus arbeitete defizitär, der Landkreis musste zuschließen.

Vor einem halben Jahr eröffnete am gleichen Standort der erste Bauabschnitt eines Klinikums, von dem der Landrat Thomas Habermann schwärmt, es habe "besondere Strahlkraft über unsere Region hinaus". Tatsächlich gilt das Klinikum unter Fachleuten als zukunftsweisendes Vorbild für die Versorgung im ländlichen Raum. Denn der Standort bietet nicht mehr nur stationäre Versorgung wie einst. Sondern die private Rhön-Klinikum AG hat einen „Gesundheitscampus“ errichtet, auf dem Vorsorge, stationäre und ambulante Behandlung, Reha und Pflege sektorenübergreifend stattfinden sollen. In einem medizinischen Versorgungszentrum sind rund 30 verschiedene Fachärzte sowie weitere Gesundheitsdienstleister zu finden. Das ermöglicht interdisziplinäre Behandlung ohne räumliche oder zeitliche Hindernisse – über Sektorengrenzen hinweg. Glasfaserverbindungen ermöglichen Videokonferenzen und die Übertragung großer Datenmengen zwischen den Behandlern - vom OP bis hin zur Rehapraxis.

Das Klinikum soll nach Fertigstellung 665 Betten haben, also dreimal so groß sein wie sein Vorgänger, das alte Kreiskrankenhaus. Das Campus-Konzept zielt zudem darauf ab, die wachsenden fachärztlichen Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen.

Auch für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder hat das Klinikkonzept Vorbildcharakter. Es sei ein „echter Gewinn für die Gesundheitsversorgung in Nordbayern“. Man halte damit dem Standort die Treue und leiste einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Menschen in der Region.

Ist das Campus-Konzept eine Lösung für das Problem defizitärer Kliniken im ländlichen Raum? Das Thema "Die nächste Generation ländlicher Krankenhäuser" diskutieren auf dem Europäischen Gesundheitskongress München: Heidi Hanselmann, Regierungspräsidentin im Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen, Thomas Habermann, Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, Dr. Claus-Uwe Gretscher, Vorstandvorsitzender der Kliniken Südostbayern AG und Bernhard Seidenath, MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag.

Beim Europäischen Gesundheitskongress München am 26. und 27. September 2019 treten rund 150 Referenten auf, die zu den Vordenkern im Bereich der Gesundheitsversorgung gehören. Sie bieten Lösungen für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen, denen sich Krankenhäuser, Reha-Kliniken, niedergelassene Ärzteschaft, Pflege und die gesamte Gesundheitswirtschaft zu stellen haben.

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