Die Krankenkasse der Zukunft - was muss sie bieten?

Der Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen ist hart: Innerhalb von gut zwei Jahrzehnten verschwanden rund 800 von ihnen vom Markt, heute existieren gerade noch 109. In den nächsten Jahren könnte diese Situation sich jedoch noch verschärfen, denn digitale Revolution und demografische Entwicklung dürften neben dem Preis- auch einen Qualitätswettbewerb auslösen. Die Mega-Trends sind bereits erkennbar.

Während bis dato ein möglichst flächendeckendes Netz von Geschäftsstellen als wichtig angesehen wird, dürfte die Strategie – wie bei den Massenmedien schon lange – künftig „mobile first“ lauten. Junge Versicherte organisieren ihr Leben per Smartphone und erwarten, dass ihre Krankenkasse eine Online-Geschäftsstelle anbietet, mit der man per App kommuniziert. Krankenkassen werden zum zentralen Punkt eines Netzwerkes mit regem Datenaustausch: elektronische Gesundheits- und Patientenakte, eRezept, digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Abwicklung von Erstattungsangelegenheiten – all das ist zum Teil bereits Realität. Aber noch ist der Schatz, der in den Routinedaten schlummert, nicht gehoben: Künstliche Intelligenz kann mit den Daten Heilungschancen dramatisch verbessern. Dazu sind allerdings völlig neue Datenschutzkonzepte erforderlich. Dass sie kommen, ist absehbar.

Die Digitalisierung erlaubt es Kassen, ihren Versicherten Tools für individuelles, persönliches Gesundheitsmanagement anzubieten: Digitale Ratgeber, wie etwa das Sprachdialogsystem „Ada“, beurteilen Symptome und schicken den Versicherten gegebenenfalls zum Arzt. Chroniker lassen Vitaldaten telemedizinisch überwachen und erhalten auf digitalem Wege kontinuierlich Empfehlungen für eine optimale Therapie. Und Gesunde können ihr Verhalten im Hinblick auf bestmögliche Prävention von Wearables auswerten lassen.

Krankenkassen wandeln sich so zunehmend vom Kostenträger zum Netzwerkbetreiber für Gesundheitsförderung. Mit zunehmender Verfügbarkeit von Qualitätsdaten werden sie somit zum zentralen Akteur des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen – die Publikation der Qualitätsberichte der Krankenhäuser ist erst der Anfang. Die Zahl strukturierter Behandlungsprogramme, vor allem von Disease-Management-Programmen, wird zunehmen – ebenso aber auch andere Modelle Integrierter Versorgung.

Zugleich werden Krankenkassen sich intensiver um Kooperationen bemühen müssen: mit anderen Kassen, um übergreifende und technisch interoperable IT-Systeme zu implementieren, und mit privaten Versicherern, weil Zuzahlungen in steigendem Umfang durch private Zusatzversicherungen ausgeglichen werden.

Das Thema „Krankenversicherung: Modelle für die „Next Generation’“ diskutieren auf dem Europäischen Gesundheitskongress München: Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, Daniel Cardinal, Geschäftsbereichsleiter Versorgungsinnovation der Techniker Krankenkasse, Dr. Roman Rittweger, Gründer und CEO der ottonova Krankenversicherung AG, Julia Kaub, Partnerin Gesundheitswirtschaft der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Julia Zink, Präsidentin der Denkfabrik BKK Young Talents des BKK Dachverbandes e. V.

Beim Europäischen Gesundheitskongress München am 26. und 27. September 2019 treten rund 150 Referenten auf, die zu den Vordenkern im Bereich der Gesundheitsversorgung gehören. Sie bieten Lösungen für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen, denen sich Krankenhäuser, Reha-Kliniken, niedergelassene Ärzteschaft, Pflege und die gesamte Gesundheitswirtschaft zu stellen haben.

Melden Sie sich am besten gleich an:

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Das Programm finden Sie unter:

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