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Gesundheitskongress begrüßt Koalitionspläne zur Stärkung der Prävention 8. Europäischer Gesundheitskongress in München erfolgreich mit mehr als 700 Teilnehmern begonnen München (22.10.2009) – Der 8. Europäische Gesundheitskongress in München hat am Donnerstag mit einem großen Lob für die Pläne der neue Bundesregierung begonnen, Prävention und Gesundheitsförderung zu stärken. Aus den Koalitionsverhandlungen war bekannt geworden, dass das Thema ein deutlich stärkeres Gewicht bekommen soll. „Seit Jahren fordern wir, den Anteil für die Prävention an den 250 Mrd. Euro Gesundheitsausgaben von bislang nur fünf Prozent deutlich zu erhöhen“, sagte Kongresspräsident und Senator a.D. Ulf Fink am Donnerstag bei der Kongresseröffnung in München. Gerade in Deutschland mit seinen Kurorten und Rehabilitationsangeboten gebe es eine große Tradition in diesem Bereich. „Aber kein Gesundheitswesen der Welt kann erfolgreich existieren, ohne das sich auch die Bürger selbst um ihre Gesundheit kümmern“, betonte er. Prof. Dr. Günter Neubauer, Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomik, und wissenschaftlicher Leiter des Kongresses forderte in seiner Begrüßungsrede, den Krankenkassen wieder mehr Beitragsautonomie zu geben. „Denn wenn sie den Beitrag nicht mitbestimmen können, kann man eigentlich nicht von einer Versicherung sprechen“, sagte er. Mehr als 700 Klinikmanager, Gesundheitspolitiker, Unternehmer, Wissenschaftler, Vertreter der Verbände und Versicherungen, beschäftigen sich in München zwei Tage lang mit Gesundheitspolitik und Fachfragen rund um den Krankenhaus- und Reha-Sektor. Auch die aktuell in Berlin laufenden Koalitionsverhandlungen sind Thema von Kongressveranstaltungen – wer wird Gesundheitsminister oder Ministerin? Wie verändert sich der Gesundheitsfonds? Bleibt es beim Morbi-RSA? Wird es mehr Regionalisierung geben? Wird künftig mehr investiert oder budgetiert? Was bedeuten die Koalitionsvereinbarungen für die strategische Ausrichtung von Krankenhäusern, Krankenversicherungen und Rehabilitationskliniken? Neben politischen Themen geht es vor allem um wichtige Fachthemen wie Finanzierung von Krankenhausinvestitionen, Personalmanagement, Wettbewerb der Kliniken, Transparenz für Einweiser und neue Kooperationsformen bei den Leistungsanbietern. Eine Ethikveranstaltung wird sich dem Thema Rationierung in der Medizin widmen.
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