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E-Health im Gesundheitswesen: Pflicht oder Kür?

6. Europäischer Gesundheitskongress München widmet sich u.a. neuen telematischen Lösungsansätzen im Gesundheitswesen / 700 Entscheider zu Gast an der Isar

BERLIN/MÜNCHEN (3. September 2007) - Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat es eilig: Gesundheits-Staatssekretär Klaus-Theo Schröder kündigte vergangene Woche in Berlin an, dass die elektronische Gesundheitskarte bereits im zweiten Quartal 2008 ausgegeben werden soll. Geplante Tests an Patientengruppen sollten entfallen, teilte Schröder mit. Der verkürzte Zeitplan stößt jedoch auf heftigen Widerstand von Ärzten, die - so der Chef der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe - keinen Grund darin sehen, die Erprobungsphase für die eCard abzukürzen oder gänzlich aufzugeben. Die Tests seien weiterhin notwendig, um die festgestellten technischen Mängel der kleinen Chipkarte zu beheben.

Die Debatte um die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und Sinn und Nutzen von E-Health im Gesundheitswesen geht damit in eine neue Runde. Andreas Dahm-Griess , Leiter Business Center Healthcare bei T-Systems, nimmt das gelassen. "Die Herausforderung für alle, ein Gesundheitswesen mit hoher Qualität und Effizienz auch in Zukunft sicherzustellen, benötigt eine durchgängige Nutzung von moderner Informations- und Kommunikationstechnologie", betont er. Dass in diesem Spannungsverhältnis kontroverse Diskussionen stattfinden, sei "nachvollziehbar und für eine offene und moderne Gesellschaft ein Qualitätskriterium".

Den 6. Europäischen Gesundheitskongress München , der am 11. und 12. Oktober 2007 im Hotel Hilton München stattfindet und zu dem rund 700 Health Professionals aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, erwartet werden, will Dahm-Griess dazu nutzen, um für E-Health zu werben. Neben einem kurzen Ausblick über aktuelle IT-Lösungen für Krankenhäuser, Kranken-versicherer und Leistungserbringer konzentriert sich das Referat auf eine Darstellung aktueller Lösungsparameter zur telematischen Vernetzung der unterschiedlichen Akteure im Gesundheitswesen. Fokus der Präsentation sind aktuelle Projekterfahrungen aus Telematiknetzwerken wie prospeGKT (Knappschaft Bahn-See) in Nordrhein Westfalen und CIMECS (central interdisciplinary medicare system) in Hessen.

E-Card in Österreich

Wie der aktuelle Stand bei der Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte in Österreich ist, erläutert Dr. Clemens Martin Auer , Sektionschef im österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend. In Österreich hat der "Rollout" der E-Card bereits im Mai 2005 begonnen. Die Karte ersetzt den bisherigen Papier-Krankenschein, der von den Arbeitgebern ausgegeben wurde.

Quelle: WISO S.E.Consulting GmbH, Veranstalter Europäischer Gesundheitskongress München

Information & Anmeldung : Europäischer Gesundheitskongress München, Interplan AG, Albert-Roßhaupter-Str. 65, 81369 München; Tel.: 089 548234-50, Fax: -44, Mail: info@gesundheitskongress.de

Kongress im Internet : www.gesundheitskongress.de

Pressekontakt : Thomas Hommel, WISO S.E. Consulting GmbH, Nymphenburger Str. 9, 10825 Berlin, Tel.: 030 2639249-14, Mail presse@wiso-gruppe.de


 


Nachlese des 5. Europäischen Gesundheitskongresses 2006

Nachlese des 4. Europäischen Gesundheitskongresses 2005

 
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